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Fressgewohnheiten der Katze

Die Katze ist ein Beutefresser. Sie frisst nicht nur das Fleisch der Beute, sondern auch den Magen mit dem Speisebrei und den darin enthaltenen Kohlehydraten. Am liebsten frisst die Katze das Futter wenn es ihrer Körpertemperatur entspricht und frisch ist. Einige Katzen bestehen auf Abwechslung, andere legen sich auf etwas bestimmtes fest.

 

Resten werden liegen gelassen, die Katze will ihr Futter frisch! Katzen lassen sich in der Regel auch Zeit beim fressen, sie schlingen nicht. Mehrmals am Tag kleine Portionen. Es macht daher keinen Sinn, den Napf mit Nassfutter zu füllen, es trocknet und dann lässt die Katze es liegen.

Wer jetzt denkt, dass Hunger ein guter Koch ist und das Futter dann schon gefressen wird wenn es nichts frisches gibt hat die Katze in ihrem Wesen nicht verstanden, ist ihr gegenüber respektlos. Die Fütterung einer Katze ist durchaus aufwändiger als die eine Hundes!

 

Auch wenn Trockenfutter hingestellt wird kann es sein, dass die Katze nicht ausfrisst. Weshalb? Wenn in einem Mehrkatzenhaushalt einer der Mitbewohner in eben diesem Napf sein Maul drin hatte und über die Kroketten sabberte dann ist das für die andere Katze nicht mehr zwingend geniessbar. Stellen Sie sich vor...

Auch bei einzeln gehaltenen Katzen kann das passieren: ein Portiönchen gefressen, der Rest der Tagesration ist noch drin und der Sabber aus der letzen Mahlzeit auch. Richt das noch gut? Wenn die Katze auf nein entscheidet dann ist das so und es muss Frischware her!

 

Warum ist das so?

Die Natur hat das gut eingerichtet. Eine erbeutete Maus hat grad mal 15-20 Gramm und ist damit in Bezug auf die Tagesration ein Happen. Soll eine Katze einzig mit Mäusen satt werden muss eine 3-kg-Katze pro Tag 8-10 Mäuse fangen, eine grössere Katze entsprechend mehr und eine Mutterkatze - rechnen Sie mal...

 

In den vereinigten Vorgärten der Stadt oder Einfamilienhausquartieren ein Ding der Unmöglichkeit - trotzdem ist dieses Verhalten noch heute so programmiert. 

 

Katzen werden in der Regel nicht gern beim Fressen beobachtet. Freilaufkatzen die in Gruppen leben, beispielsweise auf einem Bauernhof, schätzen auf der Jagd keine Gesellschaft. Klar, die Maus würde ja auch nicht für zwei reichen. Die Arbeit der Jagd verrichtet die Katze alleine und kehrt dann zur Gruppe zurück. 

 

Junge Katzen hängen sich noch gerne zusammen an den Futternapf, mit zunehmendem Alter verändert sich das jedoch.