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Katze allein zu Hause

In unserer Katzeria betreuen wir Katzen jeden Alters und aller Farben und wir geniessen es, unsere Gäste zu verwöhnen und zu bespassen. Dabei hat jedes Tier seine Vorlieben und auch Vorstellungen wie das sein sollte :-)

 

Wenn ich mit den Tieren zusammen bin und mich mit ihnen beschäftige, und das ausserhalb der Putz- und Fütterungszeiten, dann zeigen sie sich auf der "Persönlichkeitsebene". Das sind immer auch Momente, in denen ich über die Katzenleben im allgemeinen nachdenke. 

 

Die Einzelkatze

Je nach Prägung und Charkater gibt es Katzen die keine Artgenossen mögen oder sich im besten Fall auf eine Ko-Existenz einlassen. Einzelkatzen haben an den Menschen einige Ansprüche mehr als wenn noch Artgenossen da sind. Hier möchte ich auf die Katzenhaltung von berufstätigen Menschen eingehen. 


Kann die Katze ins Freie, dann hat sie eine tolle Möglichkeit, sich zu beschäftigen und ihren Bedürfnissen ein Stück weit selber Rechnung tragen zu können. Spannend ist dies allemal. Trotzdem braucht das Tier Ansprache durch seine(n) Menschen. Wenn dieser nach einem Arbeitstag nach Hause kommt möchte sie begrüsst und gehätschelt werden, in der Regel. Dann sollte sich der Mensch Zeit nehmen für sein Tier, sie können über den vergangenen Tag zusammen philosophieren und Rennspiele sind auch sehr beliebt -)

Keine Katze sollte alleine leben müssen! Es zeigt sich immer wieder, dass sie sehr gesellige Tiere sind und nur eine bestimmte Tätigkeiten wirklich alleine durchziehen. Daneben mögen sie Gesellschaft, Ansprache und auch Unterhaltung mit Artgenossen. Und deshalb sollte eine Katze nur einzeln gehalten werden wenn tagsüber jemand zu Hause ist! 

Auch Katzen welche sich lediglich auf eine Ko-Existenz einlassen profitieren davon, dass noch eine andere Katze da ist! Sie können sie beobachten, sich mit ihr um die Ressourcen arrangieren, kurz sie haben immer wieder die Möglichkeit sich mit Situationen auseinanderzusetzen die es sonst nicht gäbe. Das bringt auch etwas Würze ins Leben des Tieres.

 

Die alte Katze geht ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr gerne auf die Pirsch, weil sie nicht mehr so fit ist, die Glieder anfangen zu schmerzen oder aus anderen Gründen. Sie werden mehr und mehr zum Stubenhocker und damit entfallen viele Reize die ihr nur im Freilauf geboten werden. Wie schön wäre es doch, wenn auch hier noch ein Kamerad da wäre, aus oben genannten Gründen.  Bedauerlicherweise ist zu diesem Zeitpunkt die Einzelkatze bereits so auf die Jahre andauernden Lebensumstände fixiert dass es viel zu oft unmöglich ist, ihr mit einem Gspänli das Leben zu versüssen. Auch Katzen sind Gewohnheitstiere und lassen sich nicht so einfach auf neue Geschichten ein, tun sich schwer damit. 

 

Umzug, Jobwechsel, Partnerwechsel und vieles mehr kann unser Leben verändern und zeitweise durcheinanderbringen. Häufig sind dann auch Einzelkatzen von diesen Schicksalen betroffen und sie passen sich natürlich auch diesen Umständen ihrer Menschen an. Ob ihnen dabei wohl ist steht auf einem anderen Papier. 
Meine Empfehlung lautet: von Anfang an 2 Katzen! Damit kann in einem Katzenleben, das doch rund 18 Jahre dauern kann, vieles abgefedert werden, auch im Veränderungsprozess der Katze selber.

Dass Katzen Einzelgänger sind ist ein Ammenmärchen; es ist eine Verhaltensweise, bei der die Katze keine Gesellschaft gebrauchen kann - dazu in einem späteren Bericht mehr.