Mineralstoffe isn lebensnotwendige, anorganische Nährstoffe, welche der Körper nicht selber herstellen kann. Sie müssen mit der Nahrung zugeführt werden. Da Mineralstoffe nicht organisch und die Elemente meist als Ionen oder in Form anorganischer Verbindungen vorliegen, sind sie, ansers als einige Vitamine, gegen die meisten Zubereitungsmethoden unempfindlich. Beispielsweise können sie durch Hitze oder Luft nicht zerstört werden. Viele von ihnen können allerdings durch übermässiges langes Kochen in zu viel Wasser aus der Nahrung ausgelaugt werden wenn das Kochwasser nicht verzehrt sondern weggeschüttet wird.
Einige Mineralstoffe befinden sich in einem funktionellen Regelkreis und beeinflussen einander, z.B. Natrium und Kalium, die bei der Nervensignalleistung als Gegenspieler wirken. Andere sind Bestandteile von Hormonen, etwa das Jod beim Schilddrüsenhormon.
Mineralstoffe teilen sich in Mengen- und Spurenelemente und dienen dem Aufbau von Körpersubstanzen wie Knochen sowie zur Steuerung der Lebensvorgänge. Sie sind für eine Vielzahl von Körperfunktionen notwendig. Mineralstoffe werden in geringen Mengen benötigt.
Der Organismus des Hundes und der Katze kann Mineralien nicht selber herstellen, deshalb müssen sie über die Nahrung zugeführt werden. Zwischen einzelnen Mineralien bestehen Wechselwirkungen.
Hauptursache von Störungen im Mineralstoffhaushalt ist bei Tieren die kritiklose Zufütterung eines oder mehrerer Mineralstoffe. Viele Tierbesitzer sind bei Vitaminen und Mineralstoffen der Ansicht, dass "etwas mehr" besser ist. Dies trifft normalerweise nicht zu.
Mengenelemente sind: Phosphor, Kalzium, Magnesium, Kalium, Chlorid und Natrium
Phosphor ist wichtig für das Skelett, Phosphorquellen sind Fleisch, Fisch, Knochen, Getreide- und Milchprodukte.
Kalzium befindet sich in Knochen und Zähnen, ein kleiner Teil in Zellen, vo es bei der Blutgerinnung hilft und für die Stabilisierung der Zellwände zuständig ist. Auch für Muskeln und Nerven ist es wichtig. Phosphor und Kalzium müssen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander im Futter vorhanden sein.
Magnesium wird benötigt vom Nervensystem, den Muskeln und aktiviert Enzyme. Magnesium wird auch benötigt für den Energiestoffwechsel der Zellen.
Kalium aktiviert Enzyme, dient der Reizübertragung der Nerven und Muskeln. Zusammen mit Natrium regelt Kalium den Druckausgleich zwischen dem Innern der Zellen und deren Umgebung (osmotischer Druck) und ist somit für den Wasserhaushalt zuständig. Kalium kommt in Gemüse, Obst und Fleisch vor.
Chlorid ist ein Salz wie Natrium und Kalium. Es bildet zusammen mit Wasserstoff die Magensäure.
Natrium wird benötigt zur Regulierung der Druckverhältnisse im Zellraum. Am Säure-Basen-Haushalt sowie am Wasserhaushalt ist Natrium ebenfalls beteiligt.
Spurenelemente sind Eisen, Kupfer, Kobalt, Zink, Mangan, Selen, Jod und andere
Ein Fehlen essentieller Spurenelemente kann in Lebewesen schwere Mangelerscheinungen hervorrufen.
Eisen ist ein Bestandteil der roten Blutkörperchen, die für den Sauerstofftransport im Blut zuständig sind. Eisen befindet sich auch in der Muskulatur und Zellen. Eisen ist wichtig für das Immunsystem. Eisen aus tierischem Futter verwertet der Hund besser als Eisen aus pflanzlicher Nahrung. Eisenhaltig sind Leber und Nieren, Rindfleisch, Eigelb, Broccoli, Hülsenfrüchte. Der früher angenommene hohe Eisengehalt im Spinat beruht auf eine, Kommafehler.
Kupfer ist ein Bestandteil des Bitamin B12. Es kommt in Vollgetreide, Nüssen, einigen grünen Gemüsen, Innereien von Wiederkäuern, Fisch, Schalentieren vor.
Zink ist am Stoffwechsel von Kohlehydraten, Fetten und Proteinen beteiligt. Wichtig auch für das Auge. Zink befindet sich in der Aderhaut des Auges, in Haut, Haar und Skelett sowie in der Leber des Tieres. Zink kommt vor in Innereien, Nüssen, Fleisch, Samen, Eier, Hefe, Getreide
Mangan ist ein wichtiger Bestandteil der Mitochondrien und somit in jeder Zelle zu finden. Zuständig für die Knochenentwicklung, das Gehirn und die Fortpflanzung. Kommt in Vollgetreid eund grünem Blattgemüse vor.
Selen schützt zusammen mit Vitamin E die Zellwände vor Schäden durch Oxidation.
Jod wird benötigt um die Hormone der Schilddrüsen herzustellen. Jod kommt vor in Meeresalgen, Ananas und Milchprodukten.