Wir, und vielleicht auch Sie, haben bereits mehrere Hunde-/Katzenfutter ausprobiert und keines befriedigt Sie, resp. Ihr Tier. Manche Produkte vertragen sie überhaupt nicht?
Das wundert nicht wenn man weiss, dass rund die Hälfte der Hunde und Katzen Verdauungsstörungen oder allergische Reaktionen haben. Oder man der Sache nachgeht, was uns die Industrie für unsere Tiere (und auch uns Zweibeinern) so alles auftischt.
Längere Zeit hatte unser Rüde immer wieder Probleme mit der Haut (Juckreiz, stellenweise "Püggeli") und zeigte dies jeweils durch häufiges Kratzen oder plötzliche Unruhe an, in der Regel kurz nach der Fütterung. Je nach Futtersorte variierte die Intensität. Der Tierarzt wählte Cortison als Mittel der Wahl das meinem Hund "fehlt". Doch es vermochte die Symptome nur kurz zu unterdrücken.
Ein erster Schritt war Futterumstellung auf ein Produkt ohne Weizen und ohne Soja - die Weizenproblematik in der Hundeernährung ist seit längerem bekannt.
Das ging dann knapp 1 1/2 Jahre gut, dann wieder dasselbe von vorne, zusätzlich jedoch extrem gerötete Lefzen nach jeder Mahlzeit, das Zahnfleisch leuchtete rot wie eine Verkehrsampel. Rot heisst Stopp.
Also ein Gang zum Tierarzt um dem Hund Erleichterung zu verschaffen und mir einem Moment Zeit um zu überlegen, was zu tun ist. Der Tierarzt liess mich wissen dass es sehr schwer sei, das Problem zu finden bei solchen Symptomen, also Antibiotika weil entzündet und Cortison gegen den Juckreiz. Selbstverständlich habe meinem Hund die Mittel gegeben weil ich von heute auf morgen auch nicht die richtige Lösung bereit hatte. Denn so konnte es nicht weitergehen. Das hält weder Hund noch Mensch aus. Die Lösung auf Dauer konnte auch nicht heissen Symptome bekämpfen und unterdrücken. In der Regel sind damit auch Nebenwrikungen verbunden, wenn nicht sofort so doch auf lange Sicht.
Die Risiken und Nebenwirkungen der Industriekost kenne die wenigsten Tierärzte, doch die gibt es, und sie können sich äussern in
Durchfall
Erbrechen
Hautprobleme
Zahnprobleme
Appetitlosigkeit
Übergewicht
Verhaltensstörungen (die ehemaligen Beschwerden unserer Hündin)
Blähungen und Bauchweh
Häufig verstopfte Analdrüsen (gehört bei unserem Rüden der Vergangenheit an)
Diese Aufzählung ist nicht abschliessend.
Mittlerweile haben unsere Hunde und Katzen dieselben Zivilisationskrankheiten wie wir Menschen, eigenartig, nicht?
Dass Fastfood ungesund ist, ist erwiesen. Künstliche Vitamine sind ebenfalls nicht über alle Zweifel erhaben und so natürlich wie Plastik, ebenfalls alle zugelassenen E-Nummern.
Doch wenn der Tierarzt vom Heiler zum Händler wird (welche Praxis hat heute keinen Shop mit einer bestimmten Futtermarke?), dann ist Selbstverantwortung gefragt.
Sicher helfen Diätfutter bei Krankheiten, doch das Problem lösen sie allein nicht. Und Spezialisten auf dem Gebiet der Diätetik sind sehr, sehr dünn gesät. Und einer der das ist, kann mehr als Dosen und Tüten verkaufen.
Warum haben die Hunde und Katzen die gleichen Probleme wie wir? Dieser Frage gehe ich seit langer Zeit nach, immer intensiver. Nicht nur die Gesundheit unserer Tiere liegt mir am Herzen, auch diejenige von mir und meiner Familie. Wenn Sie auf Grund der Informationen, die Sie auf diesen Seiten finden, auch für sich etwas mitnehmen können, dann freute es mich sehr.
Diese Seiten sollen Ihnen helfen, für Ihr Tier (und eventuell auf für sich) die richtige Entscheidung zu treffen in Bezug auf die Ernährung. Sie soll dazu dienen, Zusammenhänge zu erläutern und aufzuklären über Sinn und Unsinn in der Futtermittel-Landschaft.
Unsere Hunde und Katzen sind gesund und munter. Die Probleme beim Rüden sowie bei der Hündin gehören der Vergangenheit an, darüber bin ich froh. Und auch darüber, dass ich mich der Eigenverantwortung gestellt habe. Es ist sehr bereichernd.